iLife und iWork ’09, MacBook Pro 17 Zoll, DRM-Freiheit im iTunes Store Die erste Macworld-Keynote von Apples Marketingchef Phil Schiller brachte einige Überraschungen:
Ein überarbeitetes 17-Zoll-MacBook Pro und neue ’09er-Versionen von iLife und iWork…
Kunden des iTunes Stores können sich über den Wegfall jeglichen Kopierschutzes freuen

MacBook Pro 17 Zoll:
Mit dem neuen MacBook Pro 17 Zoll hat Apple mit etwas Verzögerung auch sein größtes Notebook von Grund auf erneuert – den 13- und 15-Zoll-Modellen spendierte Apple bereits im Herbst 2008 eine Generalüberholung. Mit einer Höhe von nur einem Zoll (2,54 Zentimeter) ist das 17-Zöller nicht ganz so dünn wie das MacBook Air, jedoch das dünnste Gerät seiner Klasse.

Wie die Gerüchteküche bereits vermutet hatte, verbaut Apple den Akku in dem neuen MacBook ebenso wie im MacBook Air fest. Die Lithium-Polymer-Batterie bietet dafür aber bis zu acht Stunden Laufzeit ohne Netzteil und lässt sich bis zu 1000 Mal neu aufladen.

Weitere technische Daten: Der Prozessor ist mit fast drei Gigahertz getaktet, der Arbeitsspeicher lässt sich auf stolze 8 Gigabyte aufstocken, die Festplatte ist 320 Gigabyte groß. Wahlweise können eine SSD-Platte mit sage und schreibe 256 Gigabyte Kapazität hinzugefügt werden. Ende Januar soll das Gerät für 2799 US-Dollar erhältlich sein.

iTunes:
iTunes ohne DRM Musik gibt es im iTunes Store in Zukunft nur noch ohne Kopierschutz – dafür ist Apple auf die von der Musikindustrie seit langem geäußerte Forderung nach einem neuen Preismodell eingegangen.
Einzelne Titel kosten in den USA nicht mehr fast durchgehend 99 Cent, sondern 0,69, 0,99 oder 1,29 US-Dollar. Besitzer eines iPhone 3G können ihre Musik in Zukunft nicht nur über eine WLAN-, sondern auch über die UMTS-Verbindung des Geräts herunterladen.

iLife ’09
Noch vor dem neuen MacBook Pro und der iTunes-Store-Präsentation stellte Schiller allerdings diverse Updates für Apples Software-Lineup vor.

Das neue iLife ’09 möchte Apple in den USA unverändert für 79 US-Dollar verkaufen.

Eine der wichtigsten Neuerung in iPhoto ’09 ist ein Gesichtserkennungsfeature (“Faces”), das Bilder nach Personen sortieren kann. Eine direkte Anbindung an Facebook sorgt dafür, dass sich mit Personen verlinkte Bilder sofort ins soziale Netzwerk hochladen lassen und auch dort mit den passenden Tags versehen sind.

“Places” liest wiederum GPS-Informationen aus und platziert Bilder auf den Landkarten von Google Maps – wahlweise auch manuell. Zusätzlich zur Facebook-Anbindung bietet iPhoto ’09 außerdem einen direkten Bildupload zu Flickr.

iMovie 09
iMovie ’09 soll dafür sorgen, dass sich all diejenigen wieder mit Apples iMovie versöhnen, denen nach der Umstellung auf iMovie ’08 zu viele Features gefehlt haben ( wie ich :) )
Unter anderem bietet die Software dynamische Themen beziehungsweise Vorlagen sowie einen Bildstabilisator, der verwackelte Aufnahmen verbessern soll.

Der Chefentwickler Randy Ubillos demonstrierte nach einer Einführung Schillers, wie sich Szenen per Drag & Drop mischen lassen und welche neuen Videoeffekte die neue Version der Software bietet. Unter anderem lassen sich Aufnahmen in Cartoon ähnliche Szenen verwandeln.

GarageBand
Auch seiner Musik-Software GarageBand hat Apple ein Update spendiert. Im Gegensatz zu iPhoto und iMovie erhält die Software eine komplett neue Benutzeroberfläche, aber auch der Funktionsumfang hat sich von Grund auf geändert.

GarageBand wird mit iLife ’09 zu einem digitalen Musiklehrer, der dabei helfen soll, neue Instrumente zu erlernen. Jeweils neun Unterrichtseinheiten gibt es für Gitarre und Klavier, für die einzelnen Sitzungen müssen Apples neue Musikschüler allerdings 4,99 US-Dollar im neuen GarageBand Lesson Store bezahlen. Dafür erscheinen dann Künstler wie John Fogetry, Norah Jones und Sarah McLaghlan als Musiklehrer auf dem Bildschirm.

iWeb
iWeb ’09 bietet wiederum neue iWeb Widgets wie einen Countdown-Timer, iSight-Videos, eine YouTube-Integration und RSS-Feeds. Wer nicht MobileMe-Kunde ist, kann seine Website direkt auf einen FTP-Server hochladen, Updates der Seite lassen sich im eigenen Facebook-Profil ankündigen.

iWork ’09
Wenig überraschend folgte auf iLife ’09 eine neue Version von Apples Office-Suite…

iWork ’09 soll ebenfalls 79 US-Dollar kosten, eine Familienversion gibt es für 99 Dollar. Das neue Keynote soll Kunden mit Magic Moves überzeugen. Ein Feature, das einzelne Elemente automatisch animiert und mit Übergängen versieht. Über die neue Anwendung Keynote Remote lässt sich Apples Power-Point-Alternative mit einem iPhone oder iPod touch über WLAN fernsteuern, die Software ist für 99 US-Cent im App Store erhältlich.

Die Textverarbeitungssoftware Pages offenbart schon beim Start eine ganz offensichtliche Neuerung: Sie öffnet sich im Vollbildmodus. Apples Word-Konkurrent kann außerdem Inhaltsverzeichnisse anlegen und unterstützt neben Fuß- auch Endnoten. Wer seine Dokumente ansprechend gestalten will, kann auf vierzig neue Design-Vorlagen zugreifen.

Die Tabellenkalkulation Numbers hat Apple unter anderem um die Möglichkeit ausgebaut, vorgefertigte mathematische Formeln direkt aus einem Funktionen-Browser zu beziehen. Die eingegebenen Daten sollen sich außerdem leichter kategorisieren lassen.

iWork ’09 setzt Mac OS X 10.5 Leopard voraus, wer noch eine ältere Version des Betriebssystems einsetzt, kann iWork ’09 im Paket mit Leopard für 159 US-Dollar kaufen. Beim Kauf eines Macs kostet iWork 49 Dollar.

Wie einige Gerüchteseiten bereits vermutet haben, gibt es in Zukunft außerdem eine browserbasierte Version von Apples Office-Suite: Die Seite iWork.com, die bisher nur die Offline-Software vorstellte, soll es in Zukunft mit Google Docs aufnehmen. Noch befindet sich das Angebot allerdings in der Beta-Phase….

Weitere Infos zu den einzelnen Produkten und Neuerungen folgen in Kürze.

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